beifuß räuchern

Beifuß – Der Duft des Übergangs

Es gibt diese besonderen Tage im Spätsommer.

Die Sonne wärmt noch unsere Haut, die Wiesen leuchten golden und trotzdem liegt bereits etwas Neues in der Luft.

Genau in dieser Zeit begegnet uns der Beifuß.

Sein würziger, krautiger Duft gehört für mich zum Übergang zwischen Sommer und Herbst. Vielleicht auch deshalb, weil er bei mir im Garten wächst und ich jedes Jahr beobachten kann, wie er sich mit den Jahreszeiten verändert.

Heute nehme ich Dich mit auf eine goldene Spätsommerwiese.

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Wenn der Sommer langsam den Herbst begrüßt

Ich lade Dich ein …

…mit mir über eine goldene Spätsommerwiese zu gehen.

Die Sonne steht noch angenehm warm am Himmel.

Ihr Licht ist weich geworden.

Golden.

Fast so, als würde der Sommer jeden Sonnenstrahl noch ein wenig länger festhalten wollen.

Ein schmaler Pfad führt Dich durch hohe Gräser.

Sie bewegen sich sanft im Wind.

Zwischen ihnen tanzen kleine Samen durch die Luft.

In der Ferne summen die letzten Bienen.

Ein Schmetterling zieht langsam über die Wiese.

Mit jedem Schritt wird die Welt ein wenig stiller.

Noch ist Sommer.

Und doch liegt bereits ein Hauch von Herbst in der Luft.

Am Wegesrand wächst eine Pflanze mit silbrig schimmernden Blättern.

Du gehst einen kleinen Schritt auf sie zu.

Ganz vorsichtig streichst Du mit den Fingerspitzen über ihre feinen Blätter.

Und plötzlich nimmst Du ihn wahr.

Einen warmen.

Würzigen.

Krautigen Duft.

Beifuß.

Fast so, als hätte die Pflanze nur auf diese kleine Berührung gewartet.

Der Duft steigt sanft auf.

Er vermischt sich mit der warmen Luft.

Mit den Gräsern.

Mit der Erde.

Mit der goldenen Sonne dieses besonderen Tages.

Du atmest tief ein.

Noch einmal.

Mit jedem Atemzug scheint sich dieser Augenblick ein wenig weiter auszubreiten.

Du gehst langsam weiter.

Vor Dir bewegen sich die Gräser im Wind.

Über Dir ziehen die ersten Zugvögel ihre Kreise.

Die Natur wirkt ruhig.

Gelassen.

Fast so, als wüsste sie längst, dass jeder Sommer irgendwann in den Herbst übergeht.

Du bleibst einen kleinen Moment stehen.

Die Sonne wärmt Dein Gesicht.

Eine sanfte Brise streicht über die Wiese.

Der Duft des Beifußes begleitet den Wind.

Für einen Augenblick scheint alles miteinander verbunden zu sein.

Das Licht.

Die Erde.

Der Wind.

Die Pflanzen.

Und Du.

Du schließt für einen kleinen Moment die Augen.

Die würzige Wärme des Beifußes erfüllt noch immer die Luft.

Es fühlt sich an, als würde die Natur den Wandel der Jahreszeiten ganz leise willkommen heißen.

Nicht als Abschied.

Sondern als Beginn von etwas Neuem.

Als Du Deinen Weg langsam fortsetzt, begleitet Dich dieses Gefühl noch ein kleines Stück.

Du gehst ruhig weiter.

Mit dem warmen Duft des Spätsommers.

Und mit der Vorfreude auf all das, was die kommende Jahreszeit für Dich bereithält.

Beifuß – aus meinem Garten in die Räucherschale

Ich mag Beifuß nicht nur wegen seines warmen, würzigen Duftes.

Ich liebe auch den Gedanken, dass die Pflanze direkt in meinem Garten wächst und ich sie selbst trocknen kann.

Dafür schneide ich an einem trockenen Vormittag einige Triebe ab, binde sie zu kleinen Bündeln zusammen und hänge sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf.

Nach zwei bis drei Wochen sind die Blätter vollständig getrocknet.

Und dann kommt es ein bisschen darauf an, wonach mir gerade ist.

Wenn ich ganz bewusst räuchern möchte, verwende ich meine Räucherschale aus Speckstein. Ich mag den feinen Rauch, der langsam nach oben steigt und sich im Raum verteilt.

Für den Alltag liebe ich dagegen meinen elektrischen Weihrauchbrenner. Darin kann ich den getrockneten Beifuß sanft erwärmen. Das ist unkompliziert und ich brauche weder Räucherkohle noch eine offene Flamme.

Wenn Du keinen Beifuß im Garten hast oder ihn nicht selbst trocknen möchtest, kannst Du natürlich auch bereits getrockneten Beifuß verwenden.

Hier findest Du getrockneten Beifuß zum Räuchern.


🤍 Kleine Inspiration

Vielleicht begegnet Dir Beifuß bei Deinem nächsten Spaziergang einmal ganz bewusst.

Seine eher unscheinbaren Blätter übersieht man leicht zwischen all den Gräsern und Pflanzen am Wegesrand.

Und vielleicht ist gerade das so schön.

Denn manchmal sind es die leisen Dinge, die eine Jahreszeit für uns besonders machen.

Der erste kühlere Morgen.

Das goldene Licht am Nachmittag.

Die ersten Zugvögel am Himmel.

Oder der würzige Duft einer Pflanze, der uns plötzlich daran erinnert:

Der Sommer geht langsam.

Und etwas Neues beginnt.

Vielleicht magst Du mich noch ein Stück weiter begleiten …

Unsere nächste Reise führt uns tief in einen herbstlichen Wald.

Dorthin, wo der warme Duft von Kiefernharz die Luft erfüllt

Wo der Wald nach Harz duftet


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