Zurück zum Wesentlichen
Mit den Rauhnächten ist auch das Räuchern wieder stärker in das Bewusstsein vieler Menschen gerückt.
Vielleicht ist es die besondere Zeit des Jahres.
Die Dunkelheit draußen.
Das Licht einer Kerze.
Der aufsteigende Rauch eines Räucherwerks.
Oder einfach das Gefühl, dass zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr alles ein wenig langsamer werden darf.
Für mich sind die Rauhnächte jedes Jahr eine besondere Zeit der Einkehr.
Ich schaue zurück.
Ich räuchere.
Ich meditiere.
Morgens ziehe ich in der Regel eine Tarotkarte.
Ich mache eine große Jahreslegung.
Ich begehe kleine Loslass-Rituale.
Und ich schreibe meine 13 Wünsche für das kommende Jahr.
Die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige stehen symbolisch für die zwölf Monate des neuen Jahres.
Zwölf Nächte, die dazu einladen, das vergangene Jahr noch einmal zu betrachten.
Und gleichzeitig schon einen kleinen, vielleicht noch ganz flüchtigen Blick auf das zu werfen, was kommen mag.

Was sind die Rauhnächte?
Die Rauhnächte liegen in der dunkelsten Zeit des Jahres.
Rund um diese besonderen Nächte gibt es seit langer Zeit unterschiedliche Bräuche, Geschichten und Überlieferungen.
Räuchern gehört ebenso dazu wie das Beobachten von Träumen, Orakel, Rückschau, Reinigung und die bewusste Vorbereitung auf das neue Jahr.
Heute verbinden sich dabei alte Überlieferungen mit modernen Ritualen.
Für mich muss daraus kein festes Regelwerk entstehen.
Ich mag vielmehr die Vorstellung, dass jede dieser Nächte einen eigenen Raum öffnet.
Für einen Gedanken.
Eine Frage.
Eine Tarotkarte.
Einen Duft.
Oder einfach einen stillen Moment.
Wann sind die Rauhnächte 2026/27?
Die Rauhnächte zum Jahreswechsel 2026/2027 beginnen in einer heute weit verbreiteten Zählweise in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2026.
Die zwölfte Rauhnacht gehört zum 5. Januar 2027.
Der Dreikönigstag am 6. Januar bildet schließlich den Abschluss dieser besonderen Zeit.
Es gibt jedoch unterschiedliche Überlieferungen zur Zählweise.
In manchen Traditionen beginnt die besondere Zeit bereits mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember.
Und genau das gefällt mir sehr.
Denn auch ich beginne an diesem Tag gerne mit meiner Vorbereitung auf die Rauhnächte.
Ich nehme mir Zeit.
Lege meine kleinen Zettel bereit.
Und schreibe meine 13 Wünsche für das kommende Jahr.
So beginnt das Ritual für mich schon einige Tage vor der ersten eigentlichen Rauhnacht.
→ Hier findest Du meine ausführliche Anleitung zum 13-Wünsche-Ritual.
Die 12 Rauhnächte und die 12 Monate
Jede der zwölf Rauhnächte wird symbolisch einem Monat des kommenden Jahres zugeordnet.
Ich sehe diese Zuordnung nicht als feste Vorhersage.
Vielmehr schenkt sie mir zwölf Gelegenheiten, unterschiedliche Bereiche des Lebens bewusst anzuschauen.
| Rauhnacht | Monat | Impuls | Räucherwerk |
|---|---|---|---|
| 25. Dezember | Januar | zurückblicken, Altes loslassen | Weihrauch |
| 26. Dezember | Februar | still werden, zur Ruhe kommen | Weihrauch, Zedernholz |
| 27. Dezember | März | sich für andere und das eigene Innere öffnen | Weihrauch, Wacholder |
| 28. Dezember | April | auf das eigene Innere vertrauen | Weihrauch, Myrrhe, Tanne |
| 29. Dezember | Mai | sich Gutes tun, genießen | Weihrauch |
| 30. Dezember | Juni | verzeihen, vergeben, Beziehungen betrachten | Beifuß, Wermut |
| 31. Dezember | Juli | die eigenen Gefühle wahrnehmen | Weißer Salbei, Kampfer, Kiefernholz |
| 1. Januar | August | Entscheidungen für das neue Jahr betrachten | Weihrauch, Myrrhe, Zedernholz |
| 2. Januar | September | Impulse prüfen und sortieren | Myrrhe, Tanne |
| 3. Januar | Oktober | achtsam werden für das, was ist | Kampfer, Weihrauch, Wacholderspitzen |
| 4. Januar | November | dankbar sein für das, was ist | Weihrauch |
| 5. Januar | Dezember | den Sinn der vergangenen Impulse erkennen | Weihrauch, Myrrhe |

Und nun schauen wir uns jede dieser Nächte ein wenig genauer an.
1. Rauhnacht – 25. Dezember
Januar – zurückblicken und Altes loslassen
Die erste Rauhnacht gehört symbolisch zum Januar.
Für mich beginnt sie noch ganz im Gefühl von Weihnachten.
Das Haus ist ruhig.
Kerzen brennen.
Vielleicht steht noch Weihnachtsmusik im Raum.
Und das neue Jahr ist zwar schon nah, aber noch nicht da.
Diese erste Nacht lädt dazu ein, noch einmal zurückzublicken.
Was hat Dich durch das vergangene Jahr begleitet?
Welche Augenblicke möchtest Du mitnehmen?
Und was darf langsam seinen Platz im alten Jahr finden?
Ich mag es, an diesem Abend nicht sofort nach vorne zu schauen.
Erst einmal darf das vergangene Jahr gewürdigt werden.
Kleine Inspiration
Vielleicht magst Du drei Dinge aufschreiben:
Das hat mich berührt.
Das hat mich wachsen lassen.
Das darf ich jetzt loslassen.
Räucherimpuls: Weihrauch
Zu dieser ersten Rauhnacht wird Weihrauch verwendet.
Sein unverwechselbarer Duft begleitet seit Jahrhunderten religiöse und spirituelle Rituale.
Für mich verändert er einen Raum sofort.
Ein wenig Rauch steigt auf.
Der Duft breitet sich aus.
Und der Moment bekommt eine andere Tiefe.
→ Hier findest Du meine Inspiration zum Weihrauch.
2. Rauhnacht – 26. Dezember
Februar – still werden und zur Ruhe kommen
Nach den Weihnachtstagen darf es stiller werden.
Diese zweite Rauhnacht wird dem Februar zugeordnet.
Ihr Impuls ist die Ruhe.
Vielleicht ist genau das eines der größten Geschenke dieser Zeit:
Einmal nicht sofort etwas Neues beginnen zu müssen.
Einfach da sein.
Eine Tasse Tee trinken.
Aus dem Fenster schauen.
Die Kerze beobachten.
Vielleicht ein paar Minuten meditieren.
Kleine Inspiration
Ich lade Dich ein, Dir heute einen stillen Augenblick zu schenken.
Vielleicht fragst Du Dich:
Was wird hörbar, wenn es um mich herum ruhiger wird?
Räucherimpuls: Weihrauch und Zedernholz
Zu dieser Nacht passen Weihrauch und Zedernholz.
Holzige Düfte besitzen für mich etwas Warmes und Beständiges.
Sie erinnern mich an Wald, Erde und alte Bäume.
3. Rauhnacht – 27. Dezember
März – sich öffnen
Die dritte Rauhnacht gehört zum März.
Ihr Thema ist das Öffnen.
Für andere Menschen.
Für Begegnungen.
Und auch für das eigene Innere.
Nach der stilleren zweiten Nacht richtet sich der Blick wieder ein wenig weiter.
Vielleicht gibt es etwas, dem Du im neuen Jahr mehr Raum geben möchtest.
Eine Begegnung.
Eine Freundschaft.
Eine Idee.
Oder eine Seite an Dir, die bisher eher leise geblieben ist.
Kleine Inspiration
Vielleicht magst Du heute einmal wahrnehmen:
Wofür möchte ich mich im kommenden Jahr öffnen?
Es muss noch keine Antwort entstehen.
Manchmal genügt schon die Frage.
Räucherimpuls: Weihrauch und Wacholder
Wacholder besitzt einen kräftigen, würzigen Duft.
Für mich trägt er etwas vom Wald in den Raum.
Zusammen mit Weihrauch entsteht eine ganz besondere, ursprüngliche Atmosphäre.
4. Rauhnacht – 28. Dezember
April – auf Dein Inneres vertrauen
Die vierte Rauhnacht wird dem April zugeordnet.
Sie lädt dazu ein, dem eigenen Inneren Aufmerksamkeit zu schenken.
Ich mag dieses Thema besonders.
Denn manchmal wissen wir sehr viel mehr, als wir im ersten Moment glauben.
Eine Empfindung.
Ein Gedanke.
Eine leise Ahnung.
Etwas, das sich immer wieder zeigt.
In dieser Rauhnacht ziehe ich meine Tarotkarte besonders bewusst.
Ich lasse das Bild zunächst einfach auf mich wirken.
Ohne sofort nach einer Bedeutung zu suchen.
Kleine Inspiration
Vielleicht magst Du Dich fragen:
Was spüre ich, bevor mein Kopf eine Antwort findet?
Räucherimpuls: Weihrauch, Myrrhe und Tanne
Zu dieser Nacht werden unter anderem Weihrauch, Myrrhe und Tanne verwendet.
Gerade Tannenduft erinnert mich unmittelbar an diese besondere Winterzeit.
5. Rauhnacht – 29. Dezember
Mai – sich Gutes tun und genießen
Die fünfte Rauhnacht gehört zum Mai.
Und allein bei diesem Monat entstehen bei mir Bilder.
Grün.
Blüten.
Wärme.
Lange Abende.
Der Impuls dieser Nacht ist wunderbar schlicht:
Sich Gutes tun.
Vielleicht darf es heute einmal weniger um Erkenntnis gehen.
Und mehr ums Genießen.
Eine besondere Tasse Tee.
Ein schönes Essen.
Ein warmes Bad.
Eine Kerze.
Musik.
Oder einfach ein Platz, an dem Du Dich gerne aufhältst.
Kleine Inspiration
Was bedeutet Wohlfühlen eigentlich für Dich?
Vielleicht ist es etwas ganz Kleines.
Und vielleicht darf genau davon im neuen Jahr ein wenig mehr entstehen.
Räucherimpuls: Weihrauch
Auch diese Nacht wird traditionell gerne mit Weihrauch begleitet.
Ich mag es, wenn derselbe Duft in unterschiedlichen Nächten immer wieder eine etwas andere Stimmung bekommt.
6. Rauhnacht – 30. Dezember
Juni – Vergebung und Beziehungen
Die sechste Rauhnacht wird dem Juni zugeordnet.
Ihr Thema führt uns zu unseren Beziehungen.
Zu Menschen, die uns begleiten.
Zu Begegnungen, die uns berührt haben.
Und manchmal auch zu Dingen, die noch zwischen uns stehen.
Vergebung bedeutet für mich nicht, etwas ungeschehen zu machen.
Vielmehr kann sie ein stiller innerer Prozess sein.
Ein Blick darauf, was man nicht länger festhalten möchte.
Vielleicht geht es heute auch einfach darum, einen Menschen in Gedanken liebevoll anzuschauen.
Kleine Inspiration
Du könntest Dich fragen:
Welche Beziehung möchte ich im neuen Jahr besonders achtsam pflegen?
Räucherimpuls: Beifuß und Wermut
Zu dieser Rauhnacht werden Beifuß und Wermut genannt.
Beifuß gehört zu den Räucherpflanzen, die mich besonders faszinieren.
Sein Duft ist herb, erdig und unverwechselbar.
→ Beifuß – Der Duft des Übergangs

7. Rauhnacht – 31. Dezember
Juli – die eigenen Gefühle wahrnehmen
Silvester.
Für mich ist diese Rauhnacht noch einmal ganz besonders.
Das alte Jahr endet.
Das neue steht unmittelbar vor der Tür.
Die siebte Rauhnacht gehört symbolisch zum Juli und lädt dazu ein, die eigenen Gefühle wahrzunehmen.
Was war da in diesem Jahr?
Freude.
Dankbarkeit.
Überraschung.
Vielleicht auch Wehmut.
Alles darf für einen Moment nebeneinanderstehen.
Mein kleines Silvester-Ritual
Ich mag es, an diesem Tag noch einmal bewusst zurückzublicken.
Vielleicht möchtest Du drei Sätze vollenden:
Dafür bin ich dankbar …
Darüber habe ich mich besonders gefreut …
Das darf im alten Jahr bleiben …
Und dann darf der Blick langsam nach vorne wandern.
Räucherimpuls: Salbei, Kampfer und Kiefernholz
Zu dieser Nacht werden unter anderem weißer Salbei und Kiefernholz verwendet.
Salbei hat einen ganz eigenen, kräftigen Duft.
→ Hier findest Du meine Inspiration zum Salbei.
8. Rauhnacht – 1. Januar
August – Entscheidungen für das neue Jahr
Das neue Jahr ist da.
Die achte Rauhnacht gehört zum August.
Ihr Impuls richtet den Blick auf Entscheidungen und die eigene Ausrichtung für das neue Jahr.
Für mich ist das ein wunderschöner Zeitpunkt für meine große Jahreslegung.
Ich nehme mir dafür Zeit.
Bereite meinen Platz vor.
Zünde eine Kerze an.
Räuchere.
Und lege die Karten für die einzelnen Monate des kommenden Jahres.
Ich sehe die Karten dabei nicht als festgeschriebenen Fahrplan.
Sie geben mir Bilder.
Gedanken.
Fragen.
Und manchmal einen Blickwinkel, an den ich vorher noch gar nicht gedacht habe.
→ Wie Du Deine große Jahreslegung machst
Kleine Inspiration
Vielleicht möchtest Du heute weniger darüber nachdenken, was Du „erreichen“ möchtest.
Sondern über die Frage:
Wofür möchte ich mich im neuen Jahr entscheiden?
Räucherimpuls: Weihrauch, Myrrhe und Zedernholz
Die Kombination aus Harz und Holz passt für mich wunderbar zu diesem ersten Tag des neuen Jahres.
9. Rauhnacht – 2. Januar
September – Impulse prüfen und sortieren
Nach all den Gedanken, Wünschen und Eindrücken der vergangenen Tage kommt nun eine Nacht des Sortierens.
Die neunte Rauhnacht wird dem September zugeordnet.
Vielleicht hast Du bereits einige Seiten geschrieben.
Tarotkarten gezogen.
Träume notiert.
Wünsche formuliert.
Heute kannst Du einfach einmal schauen:
Was davon berührt Dich weiterhin?
Welche Gedanken waren nur für einen Augenblick da?
Und welche kehren immer wieder zurück?
Kleine Inspiration
Blättere einmal durch Deine bisherigen Notizen.
Vielleicht möchtest Du einen Satz markieren, der sich besonders stimmig anfühlt.
Räucherimpuls: Myrrhe und Tanne
Myrrhe und Tanne begleiten diese Nacht.
Ein warmer Harzduft und das Grün des Winterwaldes.
Für mich eine wunderschöne Kombination für einen ruhigen Januarabend.
10. Rauhnacht – 3. Januar
Oktober – achtsam werden für das, was ist
Die zehnte Rauhnacht gehört zum Oktober.
Heute richtet sich die Aufmerksamkeit weniger zurück oder nach vorn.
Sondern auf den Moment.
Auf das, was jetzt gerade da ist.
Vielleicht hörst Du das leise Geräusch einer Kerze.
Vielleicht den Regen am Fenster.
Vielleicht nimmst Du Deinen Tee heute ein wenig bewusster wahr.
Achtsamkeit kann ganz unspektakulär sein.
Und gerade deshalb mag ich sie.
Kleine Inspiration
Ich lade Dich ein, für einen Moment nur wahrzunehmen.
Was siehst Du?
Was hörst Du?
Was riechst Du?
Wie fühlt sich dieser Augenblick an?
Räucherimpuls: Kampfer, Weihrauch und Wacholder
Diese Rauhnacht wird unter anderem mit Weihrauch und Wacholder begleitet.
11. Rauhnacht – 4. Januar
November – Dankbarkeit
Die elfte Rauhnacht wird dem November zugeordnet.
Ihr Thema ist Dankbarkeit.
Ein liebevoller Blick auf das, was bereits da ist.
Ich finde, wir übersehen im Alltag manchmal gerade die Dinge, die selbstverständlich geworden sind.
Eine vertraute Tasse.
Ein Zuhause.
Ein Gespräch.
Ein Tier an unserer Seite.
Ein Sonnenstrahl am Fenster.
Ein Mensch, der an uns denkt.
Kleine Inspiration
Vielleicht schreibst Du heute drei kleine Dinge auf, für die Du gerade dankbar bist.
Nicht die großen.
Gerade die kleinen.
Räucherimpuls: Weihrauch
Zu dieser Nacht passt wieder Weihrauch.
Vielleicht ist sein Duft inzwischen sogar schon zu einem vertrauten Begleiter Deiner Rauhnächte geworden.
12. Rauhnacht – 5. Januar
Dezember – den Sinn der Impulse erkennen
Die zwölfte Rauhnacht schließt den Kreis.
Zwölf Nächte.
Zwölf Monate.
Zwölf unterschiedliche Impulse.
Für mich ist diese letzte Nacht kein Moment, an dem noch besonders viel entstehen muss.
Ich schaue lieber zurück.
Auf meine Karten.
Meine Notizen.
Meine Wünsche.
Meine Gedanken.
Vielleicht zeigt sich inzwischen etwas, das am Anfang noch gar nicht sichtbar war.
Ein roter Faden.
Eine Sehnsucht.
Ein Thema.
Oder einfach das Gefühl:
Das möchte ich mitnehmen.
Kleine Inspiration
Blättere noch einmal durch Deine Aufzeichnungen.
Welche Gedanken haben Dich mehrfach begleitet?
Welche Karte ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben?
Welcher Wunsch fühlt sich besonders lebendig an?
Räucherimpuls: Weihrauch und Myrrhe
Zum Abschluss werden Weihrauch und Myrrhe verwendet.
Zwei alte Räucherharze, die für mich wunderbar zu diesem stillen Ende der Rauhnächte passen.
Mein 13-Wünsche-Ritual
Das 13-Wünsche-Ritual begleitet mich während der gesamten Rauhnächte.
Die Vorbereitung beginnt für mich bereits am 21. Dezember zur Wintersonnenwende.
Ich schreibe dreizehn Wünsche für das kommende Jahr auf einzelne kleine Zettel.
Dann falte ich sie so, dass ich später nicht mehr erkennen kann, welcher Wunsch auf welchem Zettel steht.
Während jeder Rauhnacht wird einer davon verbrannt.
Ungelesen.
Am Ende bleibt ein einziger Wunsch übrig.
Die Idee des Rituals gefällt mir sehr:
Zwölf Wünsche werden symbolisch dem Leben oder dem Universum übergeben.
Und beim dreizehnten darf ich selbst aktiv werden.
→ Hier findest Du das 13-Wünsche-Ritual Schritt für Schritt.

Meine große Jahreslegung
Ein weiteres Ritual gehört für mich seit Langem zu dieser Zeit:
Meine große Tarot-Jahreslegung.
Ich liebe diesen Moment.
Die Karten liegen vor mir.
Eine Kerze brennt.
Vielleicht steigt noch ein wenig Räucherduft durch den Raum.
Und vor mir liegt symbolisch ein ganzes neues Jahr.
Nicht als feststehende Zukunft.
Sondern als Einladung, verschiedene Bereiche meines Lebens einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Wenn Du Deine eigene Jahreslegung machen möchtest, zeige ich Dir in einem eigenen Beitrag, wie ich dabei vorgehe.
→ Wie Du Deine große Jahreslegung machst

Räuchern gehört für mich zu den Rauhnächten
Räuchern und Rauhnächte gehören für mich ganz selbstverständlich zusammen.
Der aufsteigende Rauch.
Der Duft von Harzen, Hölzern und Kräutern.
Die Kerze daneben.
Die Ruhe des Abends.
All das schafft eine Atmosphäre, in der ich automatisch ein wenig bewusster werde.
Dabei muss ich nicht jeden Abend dieselbe Räucherung verwenden.
Gerade die unterschiedlichen Düfte machen diese Zeit für mich spannend.
Weihrauch.
Beifuß.
Salbei.
Wacholder.
Tanne.
Myrrhe.
Vielleicht möchtest Du verschiedene Räucherwerke ebenfalls einmal kennenlernen.
Eine Räucherbox mit unterschiedlichen Mischungen finde ich dafür besonders schön, weil sie nicht nur während der Rauhnächte verwendet werden kann.
Sie kann Dich durch das ganze Jahr begleiten.
→ Ein Jahr voller Düfte – Räuchern im Rhythmus der Jahreszeiten
Wenn Du tiefer in die Rauhnächte eintauchen möchtest
Es gibt Themen, bei denen ich gerne weiterlese.
Geschichten entdecke.
Alte Bräuche kennenlerne.
Und unterschiedliche Sichtweisen nebeneinanderstelle.
Zu den Rauhnächten gehört das für mich unbedingt dazu.
Das Buch „Vom Zauber der Rauhnächte“ von Vera Griebert-Schröder und Franziska Muri beschäftigt sich mit Weissagungen, Ritualen und Bräuchen für die Zeit zwischen den Jahren.
Neben den Hintergründen enthält es auch Übungen, Meditationen und Anregungen für die persönliche Gestaltung der zwölf Nächte.
Gerade wenn Du Dich intensiver mit den Rauhnächten beschäftigen möchtest, kann so ein Buch ein wunderschöner Begleiter für diese Zeit sein.
Vielleicht liegt es neben Deinem Tagebuch.
Vielleicht liest Du jeden Abend ein paar Seiten.
Oder vielleicht begleitet es Dich sogar mehrere Jahre.
→ Hier findest Du „Vom Zauber der Rauhnächte“.
Was ich während der Rauhnächte gerne festhalte
Während der zwölf Nächte liegt bei mir ein Notizbuch bereit.
Ich schreibe hinein, was mir auffällt.
Meine Tarotkarte.
Einen Gedanken.
Vielleicht einen Traum.
Manchmal nur einen einzigen Satz.
Spannend finde ich besonders, später noch einmal darin zu blättern.
Vielleicht möchtest Du ebenfalls beobachten:
- Welche Stimmung begleitet Dich heute?
- Welche Tarotkarte hast Du gezogen?
- An welchen Traum erinnerst Du Dich?
- Welcher Gedanke taucht immer wieder auf?
- Welche Begegnung ist Dir im Gedächtnis geblieben?
- Welcher Wunsch zeigt sich?
- Was möchtest Du gerne bewahren?
- Was möchtest Du loslassen?
- Wofür bist Du dankbar?
- Was möchtest Du in Dein neues Jahr einladen?
So entsteht nach und nach Dein ganz persönliches Rauhnachts-Tagebuch.
Nicht als Deutung jedes kleinen Zeichens.
Sondern als Sammlung Deiner eigenen Gedanken und Wahrnehmungen.
Ich suche mir dafür jedes Jahr ein schönes Notizbuch aus, in dem ich meine Gedanken, Karten und kleinen Beobachtungen festhalte.
→ Hier findest Du das Notizbuch, das mich dabei jedes Jahr begleitet.
Der 6. Januar – der Kreis schließt sich
Nach zwölf Nächten kommt der Dreikönigstag.
Für mich ist das ein schöner Moment, die Rauhnächte noch einmal bewusst abzuschließen.
Ich schaue durch meine Notizen.
Betrachte meine gezogenen Karten.
Und dann wartet noch etwas ganz Besonderes:
Der letzte Zettel meines 13-Wünsche-Rituals.
Zwölf Wünsche sind verbrannt.
Einer ist geblieben.
Diesen öffne ich.
Ich lese ihn.
Und nehme ihn mit in mein neues Jahr.
Vielleicht liegt darin einer meiner liebsten Gedanken der ganzen Rauhnachtszeit:
Manches dürfen wir vertrauensvoll abgeben.
Und manches dürfen wir selbst gestalten.

🤍 Kleine Inspiration
Vielleicht möchtest Du die Rauhnächte in diesem Jahr zum ersten Mal bewusst erleben.
Oder vielleicht gehören sie schon lange zu Deinem Jahreskreis.
Dann lade ich Dich ein, Deine ganz eigene Form dafür zu finden.
Eine Tarotkarte am Morgen.
Ein wenig Räucherwerk am Abend.
Eine Kerze.
Ein paar Zeilen in Deinem Notizbuch.
Deine 13 Wünsche.
Oder einfach ein stiller Moment am Fenster.
Zwölf Nächte müssen nicht gleich aussehen.
Jede darf ihre eigene Stimmung haben.
Und vielleicht entsteht gerade dadurch etwas besonders Schönes:
Ein bewusster Übergang vom alten in das neue Jahr.
→Das 13-Wünsche-Ritual – eine besondere Begleitung durch die Rauhnächte
→ Wie Du Deine große Jahreslegung machst
→ Ein Jahr voller Düfte – Räuchern im Rhythmus der Jahreszeiten
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